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Zu Gast bei Ross & Rettich

Zurückversetzt in Kindheitserinnerungen wurden einige WIBeN-Mitglieder, die sich am Samstag, den 21.9., auf dem Acker der Vielfaltsgärtnerei Ross & Rettich gemacht hatten.

Bauer beim Pflügen im Spätsommer 1948

Susanne Berling  und Karsten Güttler bewirtschaften nachhaltig und BIOLAND zertifiziert in Döttesfeld ein von der Gemeinde gepachtetes 3000 qm Grundstück. Dort bauen sie mehr als 20 verschiedene Gemüsesorten an, die unter anderem im Hofladen Schürdt verkauft werden. Sehr ausführlich und anschaulich wurde uns demonstriert, wie geschickt das Gespann der Luxemburger Ardennenpferde, Emma und Maya, die Furchen ziehen ohne die Pflanzen zu zertreten. Verwendet werden ausschließlich pferdgezogene Arbeitsmittel. Nach getaner Arbeit stärkten wir uns noch mit einer leckeren Kürbissuppe. Ein sehr gelungener und interessanter WIBeN-Stammtisch bei herrlichem Spätsommerwetter.

190925_Präsentation_Gemüsebau_RossRettich_WIBEN

In der Präsentation könnt ihr noch viele interessante Details nachlesen.

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WIBeN Kampagne „130 jetzt – for future“

             Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen – Autoaufkleber

Nach der Wahl ist nach der Wahl! Politik macht irgendwie weiter. Meist im mehr oder weniger alten Stil. Und so war es auch diesmal nach der Europa- und Kommunalwahl 2019. Alle Parteien und Politiker beteuerten, dass sie den Wählerwillen verstanden hätten: Umwelt- und Klimaveränderung stehen ganz oben auf der Sorgenliste der Menschen. Politik „for future“ wäre angesagt!
Und dann: Wurde auf allen Ebenen zuerst mal wieder ausgiebig Personalpolitik gemacht. Von Europa bis Altenkirchen!
Vor diesem Hintergrund ist diese WIBeN Kampagne zu verstehen. Weil: Manche Entscheidungen könnten nämlich schnell und unverzüglich umgesetzt werden, wenn der politische Wille es will. Das haben wir nach Fukushima erlebt. Auf einmal war der Atomausstieg machbar!
Und: Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen ist längst überfällig. Deutschland ist das einzige Land weltweit, in dem es noch keine Regelung gibt. Es geht bei der WIBeN Kampagne erstmal natürlich um die CO2 Einsparungen durch weniger Spritverbrauch, aber auch um die Beschränkung der irrsinnigen Raserei auf den Autobahnen. Gesamtfazit: Weniger Spritverbrauch, weniger Stress, weniger Unfälle (und Tote)!
Niemanden scheint dieses Thema aktuell besonders zu interessieren. Zumindest keine der im Bundestag vertretenen Parteien, die dieses Thema auf die Agenda bringen könnten.
Und deshalb machen wir es von WIBeN: Fridays for Future hat es vorgemacht! Klebt eins, zwei, drei – ganz viele Autoaufkleber auf eure Fahrzeuge (auch den Trecker) und verteilt sie im Freundes- und Bekanntenkreis, steckt sie in eure Rechnungen und Mailings, verteilt sie auf Veranstaltungen…

Hier bekommt ihr (weitere) Aufkleber:
Mail: Mail
– bitte mit Namen, vollständiger Adresse und Anzahl

WIBeN freut sich über eine Kostenbeteiligung, um weitere Druckkosten tragen zu können.
Bitte spendet: Z.B. für einen Aufkleber 2.- € und für jeweils 10 Aufkleber 6.- € gerne auch mehr!
WIBeN e.v. – IBAN: DE 634 306 096 7400 1892600                                           Stichwort: 130 for future

 



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Infoveranstaltung „cradle to cradle“

Zu dem Vortrag – „Cradle t Cradle“ was  übersetzt heißt – von der Wiege zur Wieder, waren 20 Personen ins Unikum gekommen. Mitglieder der Initiativgruppe Köln stellten in wechselnder Besetzung die Prinzipien des Konzeptes vor. Ausgehend von der Situation, dass wir seit Jahrzehnten, die Ressourcen unserer Erde völlig übernutzen und die Endlichkeit verschiedener Rohstoffe seit langem deutlich ist – und außerdem die Müllberge in allen Teilen der Erde und im Meer zunehmen, entstand  dieses  Konzept der Kreislaufwirtschaft. Alle in Produkten verarbeiteten Rohstoffe sollen letztendlich wieder nutzbar gemacht werden. Dabei greifen zwei Kreisläufe ineinander. Im biologischen Kreislauf sollte alles was genutzt und verbraucht wird kompostierbar und abbaubar sein und wieder in den Kreislauf zurück gelangen können. In den technischen Kreislauf gelangt dagegen, was keiner Abnutzung unterworfen ist und nicht „ver“ braucht wird. So können verschiedene Produkte – z.B. ein Fahrrad in beiden Kreisläufen entsorgt werden in Biomaterial wie die Reifen –Gummi- und technische Rohstoffe wir Felge; Kette und Räder…Als Vorrausetzung für eine solche Kreislaufdesignkonzept seien drei Prinzipien notwendig: die Bewußtheit, dass Abfall Nahrung ist – 2. „Nutze erneuerbare Energien zur Herstellung – und 3. Zelebriere die Vielfalt“ was so viel heißt wie: überlege gut, was du wirklich brauchst und ob du es brauchst oder ob es nicht geliehen werden kann,  gemeinsam nutzbar ist – oder durch Umnutzung anderer Produkte gewonnen werden kann usw….
Zu dem Ansatz gehört also auch ein Sharing Konzept – Güter mieten – Rückgabe nach Gebrauch und dadurch Neunutzung – ein Mietsystem für Güter und Dienstleistungen….D.h. im Prozess der Entwicklung von Produkten werden verschiedene Fragen vorher gestellt und verändern u.U. den gesamten Prozess und auch die Erstellung des Produktes…
Wie das konkret passieren kann blieb ein wenig offen und warf einige Fragen auf. Letztendlich ist klar, dass umdenken muss beim Verbraucher beginnen, der darauf achtet welche Produkte er erwirbt- wie diese hergestellt sind und ob und wie  zurückgeführt werden können.
 Zum Teil auch weit vorher – muss ich dieses Produkt überhaupt haben – kann ich es leihen – mieten – gemeinsam nutzen – etwas anderes umfunktionieren…..Auch hier ist das ökologisch beste Produkt, was überhaupt nicht erzeugt wird….   Zurzeit sind bereits 8000 Produkte diesbezüglich zertifiziert z. Bsp. stellt Stabilo alles aus recyceltem Kunststoff her….Mieten von Kinderkleidung gibt es sogar bei Tchibo – wie auch z. Bsp. das gemeinsame Nutzen von Waschmaschinen in Mietwohnungen.
Das vorgestellte Konzept warf  einige Fragen auf und führte zu längerer Diskussion, die letztendlich auch noch Fragen offen ließ. Evt. muss eine Fortsetzung noch stärker in dieses Konzept einführen.
In jedem Fall war der Abend sehr informativ, hat Anregungen zum Nachdenken gebracht und zu dem Thema etwas in Gang gesetzt.