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„RegioNetzWesterwald“
Soziale, ökologische und wirtschaftliche Strukturentwicklung durch die Vernetzung der Aktiven in der Region Westerwald
Einleitung
Durch zahlreiche Aktivitäten hat der Verein „Westerwälder Initiativen- und Betriebenetz e.V.“ – WIBeN – die Prinzipien der Lokalen Agenda 21 ( LA 21 im Folgenden genannt )bereits ansatzweise in der Region des Westerwaldes umgesetzt. Mit 21 X Raum für Entwicklung….“ ist eine Plattform geschaffen worden. Als ein Ziel wird die Entwicklung und Verankerung eines vernetzten Agierens der Aktiven in der Region Westerwald über die Verwaltungsgrenzen hinaus angestrebt.
Dazu wird ein Jahresprogramm aufgestellt, das sich über die mehr als 80 Mitgliedsunternehmen hinaus an KooperationspartnerInnen, Organisationen und die Kommunal-Verwaltungseinheiten richtet und gemeinsam mit diesen „Kollaborations-Veranstaltungen“ entwickelt. Regionale, gewerbliche und soziale Verbände (von IHK bis Landfrauen) sowie informelle, soziale und ökologische Gruppen werden durch unsere LA21 „Kreislauf“ zu gemeinsamen Aktivitäten vernetzt. Mit Ihren jeweiligen Ausrichtungs-Schwerpunkten im Kontext der Agenda 21 („21 x Raum für Entwicklung“) werden diese Aktiven auf ihre Weise verdeutlichen, wie sie ihren Weg zu einer „..anderen Welt, die möglich ist…“ beschreiten und gestalten wollen.
Durch dieses Bündnis unter dem „Dach“ der lokalen Agenda 21 und der Marke „21X Raum für Entwicklung“ wird das gemeinsame Ergebnis aller Teilnehmenden - und zwar Westerwaldweit - bedeutsamer und mehr als nur die Summe seiner (Veranstaltungs-)Teile sein!!
Einordnung
Der eingetragene Verein „Westerwälder Initiativen- und Betriebe Netz“ (nachfolgend WIBeN genannt) ist eine freiwillige Initiative von Unternehmen in der Region Westerwald, schwerpunktmäßig im Raum des Kreis Altenkirchen -Puderbach - Hachenburg. WIBeN ist ein Netzwerk von unternehmerisch denkenden und handelnden Personen; die mit einer Kultur auf Gegenseitigkeit, fordern, helfen, kooperieren und nachhaltige Innovation fördern, seit 22 Jahren zusammenarbeiten und gemeinsam Ihre ökonomische Entwicklung und gleichzeitig die öko-soziale Entwicklung in der Region voranbringen. Der Verein ist ein - im Sinne der Förderungsgrundsätze des MUFV freier Träger und als eine offene Freiwilligenorganisation zur Förderung des sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalts anzusehen.
Wir nehmen Bezug auf das Förderungsmerkblatt zur Lokalen Agenda und sehen unsere geplanten Aktivitäten besonders in den Bereichen :
- Arbeit, Wirtschaft und Handwerk
- Konsum und Lebensstil
- regenerative Energien und Klimaschutz
verortet. Durch die Vielfalt der beteiligten Betriebe und deren Kontakte ergibt sich auch in den Bezugspunkten zum Inhalt der lokalen Agenda eine große Zahl von möglichen Anknüpfungspunkten.
Der Verein wird das Vernetzungs-Projekt mit erheblichen Eigenleistungen anschieben und die lokalen Stellen um Unterstützung bitten. Sowohl die Verbandsgemeinden als auch die Kreise Altenkirchen, Westerwald und Neuwied sind in das Programm involviert und Ihre Unterstützung wird dokumentiert. In diesem Sinne laden wir Sie – das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz ein, sich an diesem interessanten und anspruchsvollen Programm zu beteiligen.
Historie und Hintergrund des WIBeN e.V.
„WIBeN“ ist eine Initiative ökologischer und/oder genossenschaftlicher Betriebe und sozialer/ politischer Initiativen in der Region Westerwald. Grundsätze des Miteinanderumgehens sind Wohl wollen, Vertrauen und Kooperation. Gemeinsames Ziel ist es, die soziale, politische und ökologische Infrastruktur der Region zu beeinflussen" (aus der Präambel der Satzung / VR Amtsgericht Montabaur Nr. VR 11075).
Der Verein WIBeN geht auf die erste Aktion –die „PROJEKTA 85 “ eine ökologisch und sozial ausgerichteten „Projektemesse“ - im Jahr 1985 zurück, die ordentliche Vereinsgründung erfolgte am 30. 09. 1989. Zurzeit sind 72 Unternehmen und Freiberufler Mitglied im Netzwerk, die in inhaltlichen Arbeitsgruppen zu den Themen Finanzökonomie, Soziales, Regiogeld, Mikrokredite und Regionale ökologische Vermarktung an konkreten Verbesserungen für die betriebliche Situation arbeiten. Die Vergangenheit hat bereits mehrfach gezeigt, dass der Verein WIBeN in der Lage ist, öffentlichkeits-wirksame Veranstaltungen (lokale Messen der ökologisch orientierten. Betriebe), als auch konkrete Arbeitswochen für Solidaritätsprojekte in Sachsen, Lothringen und Marokko erfolgreich umzusetzen und dabei sowohl eine große Außenwirkung, als auch jeweils neue Integrationskraft für weitere Kleinunternehmen und die Öffentlichkeit zu entwickeln.
Ziele 2008 - 2009: „Ökologisch-soziale Regionalentwicklung durch Vernetzung“
Das Projekt stellt eine Plattform für die Öffentlichkeitsarbeit und die Entwicklung von Ansätzen wirtschaftlicher Tätigkeit mit ökologischer Zielsetzung dar. In drei ausgewählten Themenfeldern werden virtuelle „Räume zur Entwicklung“ eröffnet und Perspektiven für ökologische Produkte, nachhaltigen Konsum, einen anderen Umgang mit Arbeit und Menschen in der Arbeitswelt und für neue Produkte und Dienstleistungen im Umfeld von Natur und Umwelt geschaffen.
Die „Räume zur Entwicklung“ :
- Gemeinschaft & Zusammenhalt / Markt
- Erneuerbare Energien – Klimaschutz konkret
- Westerwald als Marke / Westerwälder Identität
WIBeN lädt zu dem regionalen Aktionsbündnis unter dem Motto der „Lokalen Agenda 21“ gezielt weitere Firmen, Organisationen, Vereine und Gruppen sowie Einzelpersonen der Region ein, bietet Netzwerkunterstützung und entwickelt Modelle der Kooperation.
Module im „21X Raum für Entwicklung“
Gemeinschaft & Zusammenhalt / Markt
In der Tradition F.W. Raiffeisens sind die Initiatial-Veranstaltungen als Hilfe zur Selbsthilfe konzipiert.
Die Kommunikationsstrukturen in der Region sind schwach vernetzt. Für die einen Online DSL 6000 und eMail, für die anderen das Amtsbaltt und die Regionalzeitung, Werbeblättchen und das Fax. Soweit klaffen die Stränge auseinander. Es soll um die nahe und verbindliche Verständigung, den Austausch von Wünschen, Wissen und Waren und Dienstleistungen gehen zum Nutzen aller Beteiligten. So ist die Westerwälder Regionalwährung „Brod€inheit“ ( RB€ ) letzlich Mittel zum Zweck den Dienstleistungs und Warenumschlag in der Region zu fordern, fördern und weiter zu entwickeln. Als Erweiterung im Zahlungsverkehr soll sie helfen, regionales Potential zu wecken und ist damit ein Baustein regionaler, ökologischer Wirtschaftsförderung.
Erneuerbare Energien – Klimaschutz konkret
Im Bereich der „erneuerbaren Energien“ werden von einem verantwortlichen Moderator vier Veranstaltungen vorbereitet, Referenten angefragt und der erforderliche Rahmen organisiert die Bedingungen geschaffen und eine Arbeitsgruppe geleitet. Durch die Orientierung auf konkrete Veranstaltungen in Kooperation mit kleinen Handwerksbetrieben und Dienstleistenden wird in den Veranstaltungen nicht nur die fachliche Diskussion angehoben sondern auch der beabsichtigte Effekt der nachhaltigen Öffentlichkeitswirksamkeit multipliziert
Westerwald als Marke/ Westerwälder-Identität
Die Stärkung des Bewußtseins „ In der Region werden tolle Produkte und Dienstleistungen produziert und und angeboten“ ist der Beweggrund für die Idee Westerwälder Wirtschaftspreis ( WWWP). Es geht um die großen, aber auch besonders die kleinen Dinge, die kaum wahrgenommen und doch bedeutend sind. Neben den konventionellen Gütern und Dienstleistungen in der Keramik und Metall Region WW bietet der sanfte Tourismus Chancen. Für die Workshops an verschiednen Orten sollen kreative Anbieter gewonnen werden. Ziel ist die Vernetzung von diesen Anbietern und der Hotel- / Gastronomie. Bewahrung der Natur und Erholung für Einheimische und Touristen gilt es zu verknüpfen.
Durch unser thematisch auf ökologische und soziale Themen des 21. Jahrhunderts ausgerichtetes Motto werden alle „Menschen guten Willens“ angesprochen und eingeladen mitzuarbeiten, bzw. ihre eigenen Themen und Veranstaltungen mit WIBeN gemeinsam zu präsentieren und einem breiten Publikum vorzustellen.
Da WIBeN bereits seit vielen Jahren als Netzwerk von Subjekten funktioniert und dies heute mehr als 500 Personen umfasst, bestehen mannigfaltige Kontakte und ein regelrechtes Eingebundensein in die vorhandenen –auch traditionellen- Strukturen und Gruppen der Region (Landfrauen, Dorfgemeinschafts-Vereine, Chor, Gemeinderäte, usw.), die es hier zu involvieren gilt. Wir fangen also nicht bei „Null“ und einer schönen Idee an. Das Netzwerk besteht (nach innen) bereits seit 22 Jahren und gleichzeitig arbeiten und leben die Mitglieder in der Region und nehmen Anteil an den Dingen in ihren dörflichen und sonstigen sozialen Zusammenhängen.
Das Projekt soll vom 01.03. 2008 bis zum 31.07.2009 durchgeführt und anschließend durch die erreichten Erfolge von den Beteiligten und dem Verein WIBeN e.V. weiter praktisch genutzt werden und so zu dauerhaften Angeboten „aus der Region - für die Region“ führen.
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Aus der Historie:
„2006 - Das Jahr der lokalen Agenda
21 Jahre regionale Entwicklung …der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Infrastruktur im Westerwald“
---1. Einladung zur Kooperation (Zusammenfassung):
Das Projekt „WIBeN - 21 mal 21“ nimmt das 21 –jährige Jubiläum des Netzwerks WIBeN e.V. im Jahr 2006 zum Ausgangspunkt für eine breit angelegte Kampagne zu den Themen der „Agenda 21“ in der Region.
Wir laden hiermit alle Betriebe, Vereine und Institutionen ein, die sich dem Westerwald, dem regionalen, nachhaltigen Wirtschaften, dem sanften Tourismus und ähnlichen Ideen und Entwicklungen verbunden fühlen!
Gemeinsam wollen wir, ca. 70 Betriebe und Initiativen in WIBeN mit Ihnen und dem Ministerium für Umwelt und Forsten (MUF) eine Reihe von Veranstaltungen durchführen, die Mut machen, gemeinsam und freudvoll an der sozialen und ökologischen Entwicklung in der Region mit zu wirken. In einundzwanzig (21) Veranstaltungen unter einem gemeinsamen Veranstaltungsdach der regionalen Agenda 21 („21 mal 21“) können Sie als Kooperationspartner - je auf ihre Weise- verdeutlichen, wie sie ihren Weg zu einer „..anderen Welt, die möglich ist…“ beschreiten und gestalten.
Dieses Aktions-Bündnis unter dem „Dach“ der lokalen Agenda 21 soll sich als ein gemeinschaftsstiftendes Erlebnis alle Teilnehmenden - und zwar sowohl Verbandsgemeinde- als auch Kreisübergreifend – auf den Sozial- und Wirtschaftsraum Westerwald beziehen und gute Beispiele einer sozial-ökologischen Wirtschaftsentwicklung aufzeigen.
Suchen Sie nach geeigneten Themen und Veranstaltungen, nach neuen Ideen und alten Projekten, die es Wert sind, einmal besonders hervorgehoben zu werden. Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie eine Kooperationsveranstaltung aussehen könnte. Die Veranstaltungstermine sollten in diesem Jahr stattfinden, idealerweise nach den Sommerferien bis zum November 2006 und sich auf interessante Aspekt Ihrer Arbeit beziehen. Weitere Informationen geben wir Ihnen gern!
---Ihre Ansprechpartner:
---2. Ziele der Kampagne 2006
1. Regionale Vermarktungsinitiative starten ! [„Regional ist 1. Wahl ! “ ]
2. Ermutigung durch Beispiele/ Erfolge - Veranstaltungs-Bündnis [„Kampagne 21 mal 21“]
WIBeN lädt zu einem regionalen Aktionsbündnis unter dem Motto der „Lokalen Agenda 21“ ein und startet mit vielen aktiven Gruppen und Einzelpersonen der Region eine gemeinsame öffentlichkeits-wirksame Kampagne.
Ziel ist die Verbesserung der regionalen, sozialen und ökologischen Infrastruktur durch den (1) inhaltlichen Hauptstrang der Aktivität: Vermarktung, Vernetzung und Unterstützung für ökosoziale Unternehmen in ihrer wirtschaftlichen Zielsetzung sowie - als ein mehr (2) strategisches Element (bzw. als ein „Vehikel“ zur Vernetzung der Aktiven und zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit) - das Veranstaltungsprogramm „21 x 21“. Dazu wollen wir Sie und die vielen aktiven Menschen, die sich im Westerwald konkret oder in einem weiteren Sinne innerhalb der „Agenda 21“ engagieren, als Partner gewinnen und deren Engagement -und damit das Potential der Region- aufzeigen und würdigen.
So ergeben sich für uns zwei konkrete Aktionsebenen zur Verwirklichung dieses Agenda - Projektes:
---2.1 „Vermarktungsinitiative - Regional ist 1. Wahl! “
Ausgehend von dem Leitspruch „Regional ist 1.Wahl“ – soll die produktorientierte Zusammenarbeit innerhalb der Branchen (Landwirtschaft, Handwerk, Service und Handel) thematisiert, gefördert und verschiedene konkrete Strategien zur Vermarktung erarbeitet werden.
An der Umsetzung dieses Projektteiles wird eine Projektgruppe arbeiten, die gezielt professionelle Unterstützung leisten kann und durch ihre Vorarbeiten eine Initialzündung geben will.
Welche Ansätze und Methoden im weiteren Prozess zur Anwendung gelangen wird sich noch zeigen. In einem ergebnisoffenen Verfahren sollen die Ideen gewonnen und die praktikablen direkt umgesetzt werden. Hier können Info-Veranstaltungen, Markttage, Workshops mit Diskussionen, z.B. zu den Themen „Tauschring“, „Barternetze“, „Direktvermarktung“ usw. erfolgen sowie eine breit gestreute Ansprache von interessierten regionalen AnbieterInnen erfolgen. Zielgruppenorientierte Werbemaßnahmen werden dazu beitragen, den Prozess weiter mit Leben zu füllen, sowie die ersten Erfolge modellhaft transparent zu machen. Dabei sollen die Vorteile gemeinsamen Handelns und des sozialen Zusammenhalts durch gemeinsame Aktionen, Markttage, Messen und durch moderne Medien wie dem Aufbau vernetzter Datensysteme (Datenbanken, Rundbrief, Internetplattform) verdeutlicht werden.
Diese Initiative soll zur Entwicklung eines „Wir-Gefühls“ in Bezug auf die Region sowohl zwischen den Anbietern und Konsumenten als auch in Bezug auf die Nutzung regionaler Ressourcen zur Produktion für die regionale (eigene) Versorgung führen.
---2.2 Veranstaltungsprogramm: „Kampagne 21 mal 21“
Durch das thematisch auf ökologische und soziale Themen des 21. Jahrhunderts ausgerichtete Motto „21 mal 21“ sollen alle „Menschen guten Willens“ angesprochen und eingeladen werden mitzuarbeiten, bzw. ihre eigenen Themen und Veranstaltungen mit WIBeN gemeinsam zu präsentieren und einem breiten Publikum vorzustellen.
„21 mal 21“ heißt: 21 Jahre ökologisch-soziale Regionalentwicklung (i. S. der Lokalen Agenda 21) durch WIBeN
„21 mal 21“ heißt auch: 21 unterschiedliche Organisationen und Gruppen stellen durch ihre gemeinsame Aktion ein bedeutsames regionales Bündnis zur lokalen Agenda 21 her und „21 mal 21“ heißt, dass 21 Veranstaltungen zum Thema der lokalen Agenda 21 der Öffentlichkeit gemeinsam präsentiert werden und somit ein Zeichen setzen für
- sozialen Zusammenhalt
- ökologische Kommunikation (Produktion & Nutzung der Naturressourcen)
- umweltverträgliches und sozial-verantwortliches Wirtschaften als KonsumentIn
und damit dokumentieren, dass sie bereit sind für das „Überleben des blauen Planeten“ einen eigenen –kleinen, aber für die Region bedeutsamen- Schritt umzusteuern.
Teilziele:
- Es sollen 21 Veranstaltungen unter dem Veranstaltungsdach („21 mal 21“) der regionalen Agenda 21 dargestellt werden und aufzeigen, wie die Akteure - je auf ihre Weise- einen originären Beitrag zur Tagesordnung des 21 Jahrhunderts leisten.
- durch die Ansprache auf die „Grundtendenz“, bzw. das „ethische Kernkönnen“ vieler „Bürger -Initiativen“ soll ein Zusammenhalt konstruiert und sichtbar gemacht werden, der in Bezug auf die lokale Agenda und das Überleben in der Region in der wir leben - dem Westerwald – „eigentlich“ bereits besteht. Damit wollen wir einen Beitrag zur „Selbst – bewusst – werdung“ und (Weiter-)Entwicklung des regionalen Selbstbewusstseins leisten.
Da WIBeN bereits seit vielen Jahren als Netzwerk von Subjekten funktioniert und heute mind. 200 Personen (in mehr als 80 Mitgliedsunternehmen) umfasst, bestehen mannigfaltige Kontakte und ein regel-rechtes Eingebundensein in die vorhandenen – auch traditionellen - Strukturen und Gruppen der Region (Landfrauen, Dorfgemeinschafts-Vereine, Chor, Gemeinderäte, usw.), die es hier zu involvieren gilt.
WIBeN wird also nicht bei „Null“ und einer schönen Idee anfangen. Das Netzwerk besteht (nach innen) bereits seit 21 Jahren und gleichzeitig arbeiten und leben die Mitglieder in der Region und nehmen Anteil an den Dingen in ihren dörflichen und sonstigen sozialen Zusammenhängen. Nun gilt es durch vielfältige und originelle Veranstaltungen die Breite des ökosozialen Engagements im Westerwald aufzuzeigen und zu würdigen.
---3. Maßnahmen
---3.1 Umsetzung „Vermarktungsinitiative - Regional ist 1. Wahl!
3.1.1 Einen neuen Marktplatz organisieren - eine Person mit dem Auftrag der Förderung der Regionalvermarktung wird sich als Makler oder Moderator um die Betriebe mit Vermarktungsdrang kümmern. Der Auftrag lautet, die Bedürfnisse und das Angebot sehr konkret zu vermakeln und dabei kleine regionale Wirtschaftskreisläufe - getreu dem Motto „aus der Region - für die Region“ - in Gang bringen. Durch den Einsatz eines Regionalvermarkters aus den Reihen der Betriebe selbst, soll einerseits die Selbsthilfekompetenz der beteiligten Unternehmen angeregt werden und andererseits die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz des Anliegens sichergestellt werden.
Doch genauso ist hier auch Projektberatungskompetenz gefordert, wenn z.B. ein Betrieb eine zusätzl. Ausbildungsstelle (z.B.- im Verbund) schaffen will oder ein Betrieb einen Partner sucht für einzelne Angebote oder Aufträge oder eine Kooperationsidee bzw. –Anfrage stockt- hier kann im Rahmen des Projekts das Networking verbessert und konkrete Hilfestellungen gegeben werden.
3.1.2 Es wird eine intensive und Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit (Layout, Entwurf, Flyer, Internet usw., usf.) betrieben werden. Als ein wichtiger Bereich der PR ist das Knüpfen von Kontakten zu prominenten UnterstützerInnen, Aktionsgruppen und Geschäftsleuten zu verstehen, die das Projekt und den Agenda - Prozess als solchen lokal unterstützen wollen. Hier sind wertschätzende Kommunikationsbeziehungen zu exponierten Akteuren und UnternehmerInnen aufzubauen und zu pflegen und dafür braucht man sowohl Zeit als auch Fingerspitzengefühl. Ein dauerhaftes unternehmerisches Netzwerk zur lokalen Agenda wird aufgebaut werden - dies sehen wir als ein werteorientiertes Unterfangen und eine Investition in die Zukunft des Westerwalds.
3.1.3 Wir bieten Ihnen feste Bezugsperson für diese wichtige Öffentlichkeitsarbeit. Dies wird als
eine zentrale Qualität und Aufgabe im Jahre 2006 über die Nachhaltigkeit des Agenda - Projektes mit entscheiden. Die anfallenden Sachkosten für PR und Werbung, Internet und Webhosting usw. werden nicht unerheblich sein und sollen auch durch Sponsoren und Kostenbeiträge der Beteiligten aufgebracht werden.
---Ansprechpartner: Kommunikation:
---3.2 Umsetzung Veranstaltungsprogramm: „Kampagne 21 mal 21“
3.2.1 Das Programm der 21x Veranstaltungen wird durch den Projektleiter und die jeweiligen Beauftragten der Mit-Veranstalter koordiniert. Es soll eine gute Information der Öffentlichkeit, eine positive Berichterstattung sichergestellt und die Dokumentation sowie die jeweilige „Agenda -Relevanz“ der einzelnen Veranstaltung herausgearbeitet werden.
3.2.2 Ein virtuelles Kampagne-Büro wird den Erfolg dieser Großaktion im Internet koordinieren und so für eine minimale Kostenbelastung Sorge tragen. Anfallende Fahrtkosten der aktiven Ehrenamtlichen, die dazu beitragen, das Projektziel professionell zu erreichen, gehören allerdings zu den unvermeidbaren Projektkosten und sollen erstattet werden.
---4. Verantwortung, Veranstalter, Finanzierung:
Der Vorstand von WIBeN e.V. will gewährleisten, dass sich aus den Aktiven ein Sprechergremium als Projektleitung konstituiert. Er wird dieses Gremium legitimieren, begleiten, und darauf hinwirken, dass im Sinne einer realistischen Selbsteinschätzung und Arbeitsökonomie nur diejenigen Teilziele und -Projekte in Arbeit genommen werden, bei denen sich ausreichend Menschen bereit erklären, tätig zu werden.
Der Verein ist bereit, nicht unerhebliche Eigenmittel zur Verwirklichung dieses anspruchsvollen Projekts einzubringen und wird seine Mitgliedsunternehmen einladen, sich außerplanmäßig durch Sponsoring an der Finanzierung zu beteiligen. Die VG Flammersfeld hat ihre Unterstützung bereits zugesagt, die VGn Altenkirchen, Puderbach sowie der Kreis Ak /Referat Wirtschaftsförderung /Regionale Entwicklung sind angefragt.
Das Projekt soll vom 22.04.2006 bis zum 31.12.2006 durchgeführt und anschließend durch die erreichten Erfolge von den Beteiligten und dem Verein WIBeN e.V. weiter praktisch genutzt werden und so zu dauerhaften Angeboten „aus der Region - für die Region“ führen.
Der Vorstand:
Ulli Gondorf, Gerda Prinz, J. Deimling, H. Beck, J. Lerner
---WIBeN e.V.
Der eingetragene Verein „Westerwälder Initiativen- und Betriebenetz“ (nachfolgend WIBeN genannt) ist eine offene Initiative von Kleinstunternehmen in der Region Westerwald, schwerpunktmäßig im Raum des Kreis Altenkirchen - Flammersfeld - Hachenburg. WIBeN ist ein Netzwerk von unternehmerisch denkenden und handelnden Personen; die mit einer Kultur auf Gegenseitigkeit, gegenseitigem Helfen, Kooperation und Innovation seit 21 Jahren zusammenarbeiten und gemeinsam ihre ökonomische Entwicklung und gleichzeitig die öko-soziale Entwicklung in der Region voranbringen wollen.
Der Verein ist - im Sinne der Grundsätze des MUF ein freier Träger und als eine offene Freiwilligenorganisation zur Förderung des sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalts anzusehen.
Unter Bezug auf das Merkblatt des MUF zur Lokalen Agenda sehen wir die geplanten Aktivitäten besonders in den Bereichen:
- Arbeit, Wirtschaft und Handwerk und
- Konsum und Lebensstil sowie
- regenerative Energien und Klimaschutz
verortet. Durch die Vielfalt der beteiligten Betriebe ergibt sich auch in den Bezugspunkten zum Inhalt der lokalen Agenda eine große Zahl von möglichen Berührungs- bzw. Anknüpfungspunkten.
Der Verein wird das Programm mit erheblichen Eigenleistungen anschieben und die lokalen Stellen um Unterstützung bitten. Sowohl die Verbandsgemeinde Flammersfeld, Puderbach und Altenkirchen als auch das MUF (Ministerium für Umwelt und Forsten) und der Kreis Altenkirchen sind in das Programm involviert und werden Ihre Unterstützung dokumentieren.
In diesem Sinne laden wir alle in der Region bereits im Sinne der Lokalen Agenda 21 tätigen Einzelpersonen, Initiativen und Vereine sowie Betriebe auf, sich mit ihren eigenen Ideen und Veranstaltungen an diesem interessanten und anspruchsvollen Programm zu beteiligen.
---2. Historie und Hintergrund des WIBeN e.V.
„WIBeN ist eine Initiative ökologischer und/oder genossenschaftlicher Betriebe und sozialer/ politischer Initiativen in der Region Westerwald. Grundsätze des Miteinanderumgehens sind Wohl wollen, Vertrauen und Kooperation. Gemeinsames Ziel ist es, die soziale, politische und ökologische Infrastruktur der Region zu beeinflussen" (aus der Präambel der Satzung / VR Amtsgericht Neuwied Nr. 3 VR 10755).
Der Verein WIBeN geht auf die erste Aktion –die „PROJEKTA 85 “ eine ökologisch und sozial ausgerichteten „Projektemesse“ - im Jahr 1985 zurück, die ordentliche Vereinsgründung erfolgte am 30. 09. 1989. Zur Zeit sind 55 Kleinstunternehmen mit zumeist weniger als 5 Beschäftigten Mitglied im Netzwerk, die in inhaltlichen Fachgruppen zu den Themen Finanzökonomie, Soziales, Regio - Geld, Mikrokredite und Regionale ökologische Vermarktung an konkreten Verbesserungen für die betriebliche Situation arbeiten. Die Vergangenheit hat bereits mehrfach gezeigt, dass der Verein WIBeN in der Lage ist, öffentlichkeits-wirksame Veranstaltungen (lokale Messen der ökolog. Betriebe), als auch konkrete Arbeitswochen für Solidaritätsprojekte in Sachsen, Lothringen und Marokko erfolgreich umzusetzen und dabei sowohl eine große Außenwirkung, als auch jeweils neue Integrationskraft für weitere Kleinunternehmen und die Öffentlichkeit zu entwickeln.
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